Eine Information der Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH
Immer mehr Menschen nutzen die Freuden am Pool im eigenen Garten. Mit der steigenden Anzahl privater
Schwimmbäder sind die Befüllungen von Pools jeglicher Größe im Frühjahr eine zunehmende Herausforderung
für die Trinkwasserversorger! Die Wasserentnahme aus Hydranten führt zu einem Druckabfall in den
Wassernetzen und gefährdet die Trinkwasserversorgung.
Hier finden Sie Hinweise zur Schwimmbad Befüllung und praktische Tipps zur Verwendung von
Schwimmbadchemikalien, damit Grundwasser, Oberflächengewässer und die eigene Gesundheit durch den
Badespaß nicht beeinträchtigt werden.
Weiterführende Informationen und eine ausführliche Online‐Broschüre des Landes Steiermark finden Sie unter:
https://www.wasserwirtschaft.steiermark.at/cms/beitrag/12826202/163525125
Wie lange dauert die Schwimmbad Befüllung mit dem Gartenschlauch?
Bei einem Standardpool der Größe 8 x 4 Meter mit 1,40 Meter Wassertiefe dauert die Erstbefüllung ca. 16
Stunden. Die Befüllung nach dem Winter (ca. 15 m³) dauert ca. 5‐6 Stunden.
Bei einem Funny Pool mit 4 Meter Durchmesser und 1 m Wassertiefe dauert die Befüllung ca. 5 Stunden.
Tipps zur verantwortungsvollen Pool‐ und Wasserpflege
Ausreichend dimensionierte Filteranlagen und das Vermeiden des Schmutzeintrages durch Überdachen
verringern den Chemikalieneinsatz.
Das Beckenwasser soll zweimal täglich komplett umgewälzt werden. Eine Sandfilteranlage für ein Becken der
Größe 8 x 4 m und 1,40 m Tiefe muss bei einer Pumpleistung von 10m³/h täglich 9 Stunden in Betrieb sein!
Für die Wasserdesinfektion soll vorzugsweise Chlor (richtig dosiert!) verwendet werden.
Auch die Salzelektrolyse ist eine Desinfektion mit Chlor. Das Chlor entsteht durch die Aufspaltung von
Industriesalz.
Kupfersulfat ist ein Umweltgift und wird im Wasser nicht abgebaut! Jegliche Einbringung ins Grundwasser ist
wasserrechtlich bewilligungspflichtig!
Die richtige Entsorgung von Abwässern aus Schwimmbädern
Wässer, die beim Rückspülen des Filters und Reinigen des Beckens anfallen, sind über den Kanal zu
entsorgen.
Wässer, die beim Entleeren des Beckens im Herbst anfallen, können breitflächig verrieselt werden, wenn
keine Chemikalienrückstände vorhanden sind und der Aktivchlorgehalt unter 0,05 mg/l liegt.